Prolog

Wie alles begann

Hallo,

mein Name ist Sylvia Hildebrandt und  ich wohne mit meinem Mann am schönen Niederrhein. Seit meiner Kindheit liebe ich Tiere.  Ich habe Wellensittiche, Hamster, Zwergkaninchen, Meerschweinchen und Katzen besessen.  Mein großer Wunsch einen eigenen Hund halten zu drüfen,  hat sich für mich als Teenager verwirklicht.

Meinen ersten Hund, einen Pudelmischling Namens Blacky, holten meine Eltern aus dem Tierheim. Er war ca. 5 Jahre alt.  Ich versuche ihn zu erziehen, was aber aufgrund meiner Unerfahrenheit misslang. Trotzdem war er ein toller,  lieber Hund,  der zwar schlecht hörte aber ein treuer Wegbegleiter war.  Blacky lebte, nachdem ich meine Ausbildung  begonnen hatte und auch kaum noch Zeit für ihn hatte,  bei meiner Oma. Beide profitierten davon. Blacky bekam bei meiner Oma die liebevolle Zuwendung die er brauchte und meine Oma einen treuen Freund, der sie noch einige Jahre “auf Trapp” hielt.

Erst wieder Jahre später, als ich selbst eine Familie gegründet hatte, sah ich mich wieder nach einem Hund um. Es sollte meine Bonny werden. Seit dieser Zeit bin ich faszieniert von diesen Golden Retriever.

Nun, 12 Jahre nach dem Tod meiner Bonny, bin ich wieder so weit, dass ich einem neuen Golden begegnen kann,  ohne meiner Bonny gegenüber ein schlechtes Gewissen zu haben. Außerdem hat sich mein Leben derart gestaltet, dass ich auch wieder die Zeit habe mich diesem neuen Hund auch zeitlich widmen zu können.

 

Bonny     Bild 2

Bonny wurde am 24.08.1989 geboren und stammte aus dem Zwinger „vom Geesthang“ in Itzehoe.

Ich wollte seinerzeit einen Hund haben, der gutmütig und familienfreundlich ist, da meine Kinder erst 6 und 3 Jahre alt waren. Also machte ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Hunderasse.  In der Chappy Werbung fiel mir dann ein Hund auf, der mir sehr gefiel.  Zwar etwas groß,  mir schwebte etwas kleineres vor,  aber wunderschön vom Fell und Körperbau her.  Außerdem gefiel mir das Gesicht.  Diese warmen Augen und eine sehr schöne Kopfform.

Was war das für ein Hund?  Diese Rasse war hier in Deutschland noch recht unbekannt.  Internet gab es für Recherchen noch nicht. Trotzdem bin ich fündig geworden .Diese Rasse nennt sich Golden Retriever.  Ich besorgte mir Bücher über diese Rasse und verschlang so ziemlich alles was ich finden konnte.

Mich hatte der Retriever Virus gepackt.

Nachdem mir klar war,  dass für mich und meine Kinder nur diese Rasse in Frage kommt begab ich mich auf die Suche nach einem Züchter. Ich fuhr nach Kassel, nach Achim um mir Züchter und ihre Hunde anzusehen.  Und ich war hin und weg.  Nie waren mir freundlichere Hunde begegnet.  Und ich war noch sicherer als vorher.  So einen wollte ich haben.

Schließlich fand ich auch einen Züchter dessen Hündin tragend war und noch Welpen abgeben konnte.

Aufregendes,  schier endlos langes Warten mussten wir durchleben,  bis wir endlich unsere acht Wochen alten Hündin in Itzehoe abholen durften. Dieses Gefühl ist kaum zu beschreiben.  Fast ähnlich wie die Geburt eines eigenen Kindes.  Und letztlich ist ja auch so.  Zwar kein Kind aber ein kleines,  auf unsere Hilfe angewiesenes Familienmitglied welches viel Liebe,  Wärme und Geborgenheit braucht,  war zu uns gestoßen.

Es war eine unglaubliche Zeit.  Sicherlich viel Arbeit,  Gebundenheit und viel Verpflichtung. Einige Schuhe, Videokassetten, Krippenfiguren  etc. mussten dran glauben.  Wir mussten viel lernen um mit den Augen eines kleinen Welpen zu sehen. Aber wir wurden für diese  “Schäden”  tausendfach entschädigt und meine Kinder hatten einen verlässlichen und treuen Freund gefunden.

Meine Bonny hat uns 12 Jahre lang begleitet. Es waren viele für uns sehr schöne Jahre dabei aber auch einige sehr schwere Jahre.  Meine Bonny hat mir immer beigestanden.  Mit ihrem so feinen Gespühr nahm sie meine Stimmungen wahr.  Sie tröstete mich und brachte mich zum Lachen durch ihre so lebensfrohe Art.  Meine Kinder wuchsen mit ihr auf.  Sie war unser Familienmitglied und immer ein Freund.  Schlechte Laune oder Missmut kenne ich nicht von ihr .Es tut gut so viele Geschichten von ihr noch als Erinnerung zu haben.  Dadurch wird sie immer ein Stück weit bei uns sein.

Am 06.08.2001, kurz vor ihrem 12 Geburtstag musste ich sie von ihren Leiden erlösen.  Ich habe sie natürlich auf ihrem letzten Weg über die Regenbogenbrücke bis zum Schluss begleitet.

Wir werden sie nie vergessen.

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